Die Ameise und die Grille

Eine sorglose Grille, die den Sommer mit Singen verbringt, während die Ameisen hart arbeiten, um Nahrung zu speichern, bis der Winter kommt und die Grille die Folgen ihrer mangelnden Vorbereitung erlebt.

Die Ameise und die Grille

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Kapitel 1: Die fröhliche Grille.

Es war ein heller und sonniger Sommer, und die Felder strotzten vor Leben. |Die Vögel sangen in den Bäumen|, die Blumen blühten in allen Farben, und die warme Brise trug den Duft frischen Grases. Unter den vielen Geschöpfen der Wiese gab es eine fröhliche Grille, die ihre Tage damit verbrachte, |von Blatt zu Blatt zu springen und fröhlich zu singen|.

Die Grille liebte Musik und Lachen mehr als alles andere. |Jeden Morgen spielte sie ihre Geige|, und jeden Nachmittag tanzte sie unter der Sonne. "Warum arbeiten, wenn das Leben so wunderbar ist?" sagte sie oft zu sich selbst.

Eines Tages, als sie eine fröhliche Melodie spielte, sah sie eine kleine Ameise vorbeigehen, die ein schweres Weizenkorn trug. Sie mühte sich unter dem Gewicht ab, doch hielt sie nicht an. Neugierig hüpfte die Grille näher.

"Liebe Ameise, warum arbeitest du so hart an einem so schönen Tag?" fragte sie.

Die Ameise wischte sich den Schweiß von der Stirn und antwortete: "Ich lagere Nahrung für den Winter ein. Wenn die Kälte kommt, werde ich genug zu essen haben."

|Die Grille brach in Lachen aus|. "Der Winter ist so weit weg! Warum diesen schönen Sommer mit Arbeiten verschwenden?" Doch die Ameise antwortete nicht; sie setzte einfach ihre Aufgabe fort.

Kapitel 2: Die fleißigen Ameisen.

Während die Tage vergingen, |sang die Grille weiter| und genoss den Sommer. Inzwischen arbeiteten die Ameisen unermüdlich und sammelten Körner, Samen und Blätter und brachten sie zurück zu ihrem Ameisenhaufen.

Die Grille beobachtete sie manchmal und schüttelte den Kopf. "Was für ein langweiliges Leben", dachte sie. Sie versuchte, die Ameisen zu überreden, sich ihr anzuschließen.

"Kommt mit mir tanzen, kleine Ameisen! Genießt die Sonne, solange sie da ist!"

Doch die Ameisen antworteten immer: "Wir müssen uns auf den Winter vorbereiten. Es wird kein Essen geben, wenn der Schnee kommt."

Die Grille ignorierte ihre Warnungen. "Es wird immer Essen geben! Die Felder sind voll davon!" sagte sie und sprang von Pflanze zu Pflanze. Sie dachte keinen Augenblick an die kalten Tage, die kommen würden.

Kapitel 3: Die Ankunft des Winters.

Dann, eines Tages, endete der helle Sommer. |Die Luft wurde immer kälter|, die Blätter wurden golden und fielen von den Bäumen, und die einst grünen Felder waren nun leer. Bald bedeckte dicker Schnee alles, und Nahrung war nicht zu finden.

Die Grille, die den ganzen Sommer gesungen hatte, fühlte sich nun schwach und hungrig. Sie suchte überall nach etwas zu essen, doch der |Wind heulte über das gefrorene Land|, und die Pflanzen waren alle tot.

Vor Kälte zitternd, erinnerte sie sich an die Ameisen. "Sicher haben sie viel Nahrung", dachte sie. Mit großer Mühe sprang sie durch den Schnee, bis sie den Ameisenhaufen erreichte. |Sie klopfte am Eingang| und rief:

"Liebe Ameisen, mir ist kalt und ich verhungere. Bitte teilt etwas von eurer Nahrung mit mir!"

Von innen schauten die Ameisen heraus. Die Ameise, mit der sie im Sommer gesprochen hatte, trat vor.

"Was hast du den ganzen Sommer gemacht, während wir so hart arbeiteten?" fragte sie.

"Ich sang und tanzte", gab die Grille zu.

Die Ameise schüttelte den Kopf. "Wenn du den ganzen Sommer gesungen hast, warum tanzt du dann nicht den ganzen Winter?"

|Die Tür schloss sich und ließ die Grille draußen| in der Kälte.

Kapitel 4: Eine gelernte Lektion.

|Zitternd im eisigen Wind|, verstand die Grille endlich ihren Fehler. Sie hatte die warmen Monate in Freude und Faulheit verbracht, ohne jemals an die Zukunft zu denken. Nun hatte sie nichts.

Die Ameisen, vorbereitet und weise, hatten zur richtigen Zeit gearbeitet, und nun waren sie sicher und warm in ihrem Zuhause.

Reue erfüllte das Herz der Grille. "Hätte ich nur zugehört", murmelte sie.

Und so, von diesem Tag an, jedes Mal wenn der Frühling zurückkehrte, spielte die Grille immer noch ihre Musik – doch erst nachdem sie genug Nahrung für den Winter gesammelt hatte. Sie hatte gelernt, dass es eine Zeit zum Arbeiten und eine Zeit zum Spielen gibt.

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