Wenn der Wortschatz deines Kindes wachsen soll, ist der wirksamste Hebel nicht, Wörter zu unterrichten — sondern es einer Sprache auszusetzen, die elaborierter ist als das tägliche Gespräch. Schnellster Weg zu Hause: laut vorlesen.
Warum Alltagssprache nicht reicht
Alltagskonversation recycelt einen überraschend kleinen Wortschatz — dieselben fünf- bis siebentausend Wörter. Bücher nutzen Vokabular, das du am Esstisch nie sagen würdest: zittern, erblicken, uralt, tapfer.
Die einfache Praxis
- Lies täglich, wenig. Zehn Minuten täglich schlagen vierzig Minuten wöchentlich.
- Vereinfache nicht beim Lesen. Wenn ein unbekanntes Wort kommt, ersetze es nicht.
- Pause ein- oder zweimal, kurz. "Weißt du, was zittern heißt?" Zwei Sätze. Zurück zur Geschichte.
- Verwende das Wort später. "Schau, wie die Blätter im Wind zittern."
- Variiere Bücher. Verschiedene Autoren, verschiedener Wortschatz.
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Was für Wortschatz lesen
- Klassische Märchen — wortreich, weil zu einer Zeit geschrieben, als Beschreiben die einzige Weise war, eine Szene zu setzen.
- Kinderpoesie — kurze intensive Dosen, Rhythmus und Reim helfen beim Behalten.
- Ältere Bilderbücher (1950-1990) — breiterer Wortschatz als viele moderne.
Was vermeiden
- Bücher, die nur auf Lautmalerei setzen.
- Lizenzbücher zu TV-Serien mit recyceltem Wortschatz.
- Bilderbücher mit weniger als 100 Wörtern Haupttext.
Wo Vorlese-Apps passen
Sie dienen hier aus einem bestimmten Grund: Sie halten das Kind in längeren, wortreicheren Passagen engagiert. Soundeffekte, die auf dem richtigen Wort kommen, wirken wie Unterstreichung.
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